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US-Arzneibehörde FDA kritisiert Lantus®-Studien
Ärzte Zeitung, 03.07.2009 17:54
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US-Arzneibehörde FDA kritisiert Lantus®-Studien
NEU-ISENBURG (eis). Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat
Zweifel, dass es wirklich einen Zusammenhang zwischen der Therapie mit
dem Analogon Insulin Glargin (Lantus®) und einem erhöhten Krebsrisiko
gibt. Die Behörde kritisiert die vier kürzlich hierzu publizierten
Beobachtungs-Studien wegen methodischer Schwächen. Patienten sollten
ihre Insulintherapie nicht abbrechen, ohne einen Arzt zu konsultieren,
betont die FDA.
In den vier Untersuchungen (darunter auch eine Analyse des IQWiG)
werden Zusammenhänge zwischen Glargin sowie anderen Insulinen und
verschiedenen Krebserkrankungen nahegelegt (wir berichteten).
Die Beobachtungszeit in den Beobachtungsstudien sei aber kürzer als es
allgemein als notwendig erachtet werde, um ein Krebsrisiko durch ein
Medikament beurteilen zu können, betont die FDA. Zudem sieht die
Behörde Widersprüche sowohl in den Studien selbst als auch zwischen den
Ergebnissen einzelner Studien. Es seien daher Zweifel angebracht, ob
ein Zusammenhang zwischen der Glargin-Therapie und Krebs wirklich
existiert. Auch könnten unterschiedliche Patienten-Charakteristika in
den einzelnen Behandlungsgruppen zu den beobachteten erhöhten
Krebsraten beigetragen haben.
Die FDA will jetzt Sicherheitsdaten zu Glargin aus vielen Quellen
einschließlich der neuen Studien weiter analysieren. Auch werde mit dem
Hersteller diskutiert, ob weitere Studiendaten zur Sicherheit und
Wirksamkeit nötig seien. Die Ergebnisse der Analyse sollen so schnell
wie möglich veröffentlicht werden.
www.fda.gov "Lantus"
Ärzte Zeitung, 03.07.2009 17:54 Kommentare (0)
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