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Diabetes: Eine neue Therapie aus Quickborn

Diabetes: Eine neue Therapie aus Quickborn
Diabetes-Tag: Der Spezialist Stephan A. Schreiber arbeitet eng mit Hausärzten und Patienten zusammen

Von Michael Rahn

Quickborn - Die Erkenntnis trifft fast alle wie ein Schlag: "Sie sind zuckerkrank!" Das gilt für fast zehn Prozent der Weltbevölkerung. In Deutschland wird mit bis zu acht Millionen Betroffenen gerechnet. Um auf diese Volkskrankheit aufmerksam zu machen, hat die Weltgesundheitsorganisation den 14. November zum Diabetes-Tag erklärt.

Weltweit gibt es deshalb Aktionen. Im Kreis Pinneberg beschäftigt sich einer über diesen besonderen Tag hinaus mit dem Problem. Er ist selbst betroffen und lebt damit sehr gut. Sein Wissen gibt er täglich weiter - an Patienten und an die Hausärzte. Sein Ruf ist so gut, daß er bereits mehrfach an Weltkongressen der Diabetologen in den USA und Europa teilnehmen und dort seine Therapien vorstellen durfte.

Weltweite Beachtung erzielte der Quickborner mit seiner Therapie, die im wesentlichen auf ein Langzeit-Insulin plus orale Medikamente für Altersdiabetiker (Typ-2-Diabetiker auf Grund von ungesunder Lebensweise) setzt. In zahlreichen Studien wiesen Schreiber und seine Kollegen Kerstin Schneider, Matthias Axel Schweitzer, Hans Janka und andere nach, daß die Patienten innerhalb kurzer Zeit ihren HbA1c-Wert, einen Blutwert zur Beurteilung der Stoffwechseleinstellung, auf unter sieben Prozent senken konnten. Und: Die Beteiligten senkten gleichzeitig ihr Gewicht, was bei der konventionellen 2-Spritzen-Therapie zumeist nicht gelingt. "Der Vorteil gegenüber der herkömmlichen Methode ist, daß nur einmal statt mehrmals gespritzt werden muß. Ein Betroffener akzeptiert diese Therapie leichter", sagt Schreiber.

Jetzt geht er gemeinsam mit 100 anderen Diabetes-Zentren in Europa, davon knapp ein Drittel aus Deutschland, den nächsten Schritt. Die Patienten kombinieren das Langzeit-Insulin mit einem Single-Shot eines kurz wirksamen Insulins, das sie sich zu ihrer besonders geliebten Mahlzeit spritzen. "Wer also gern frühstückt, darf es tun, spritzt sich also morgens einmal extra", erklärt der Diabetologe.

Mit dieser Therapie, die er selbst entwickelt und seit Februar mit Patienten aus der eigenen Praxis testet, will Schreiber zwei Vorteile erzielen: "Die Akzeptanz ist noch höher, da der Patient seine liebgewonnenen Eigenheiten weniger ändern muß. Zum anderen kann ein Hausarzt diese Therapie übernehmen." Das erleichtert den Betroffenen das Leben, senkt zudem die Kosten im Gesundheitswesen, dessen Reformer darauf setzen, den Hausarzt zum Mittelpunkt der Versorgung zu machen.

Der Diabetologe: "Je länger Patient und Hausarzt die Behandlung beherrschen, desto besser können die Betroffenen leben. Ich setzte voll auf die Kooperation mit den Hausärzten." Auch der Austausch mit den Fachkollegen ist ihm wichtig. Demnächst wird er die ersten positiven Erfahrungen mit seinen 19 Patienten, die freiwillig an der neuen Therapie teilnehmen, bei einem internationalen Kongreß vorstellen.

erschienen am 13. November 2004 in Pinneberg im Hamburger Abendblatt

http://www.abendblatt.de/daten/2004/11/13/363797.html

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Impressum © Stephan A. Schreiber 2011