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Der Ursache des Typ 1 Diabetes auf der Spur!

OTTAWA (Reuters) - Nervenzellen in der Bauchspeicheldrüse könnten eine Ursache für einen Typ-1-Diabetes bei Mäusen sein - ein Befund, der zu neuen Behandlungsmöglichkeiten für die Krankheit bei Menschen führen könnte, sagten kanadische und US-Forscher am Freitag.

Defekte Nervenendungen könnten Proteine des Immunsystems anlocken, die dann fälschlicherweise die Bauchspeicheldrüse angreifen und so deren Fähigkeit, Insulin zu produzieren, zerstören, sagten die Forscher. Diese Zerstörung verursacht den Diabetes.

"Als wir Protein- oder Peptid-Teilchen spritzten, um den Defekt zu reparieren, wurden die Mäuse ,über Nacht' geheilt", sagte Dr. Hans Michael Dosch von der University of Toronto in einem Telefoninterview.

"Es ist sehr effektiv darin, Diabetes rückgängig zu machen", sagte Studienleiter Dosch.

In der Fachzeitschrift Cell schreiben Dosch und seine Kollegen, dass die fehlerhaften Nervenendungen nicht genug Peptide abgaben, um den Insulinfluss ausreichend aufrecht zu halten.

Typ-1-Diabetes, einst Jugenddiabetes genannt, betrifft zwei Millionen Amerikaner und 200 000 Kanadier. Bisher existierte kein bekannter Weg, es zu verhindern.

Das Team wird bald mit klinischen Studien an Menschen beginnen, deren familiäre Krankheitsgeschichte sie für ein Risiko für Typ-1-Diabetes prädisponiert, um herauszufinden, ob ihre sensorischen Nerven gut funktionieren.

Wenn nicht, sagte Dosch, könne man daraus folgern, dass die kaputten Nervenendungen ein Grund für Diabetes sind und nicht nur eine Auswirkung, wie allgemein angenommen werde.

Dann könnte mit Versuchen begonnen werden, Patienten mit Diabetes oder denjenigen mit einem hohem Risiko dafür, Peptide zu spritzen. Bis dahin könnte eine ganze Reihe von Jahren vergehen, sagte Dosch.

Er sagte, dass die Befunde auch für Typ-2-Diabetiker - von denen es etwa zehnmal so viele gibt wie Typ-1-Diabetiker - viel versprechend seien, auch wenn die Ergebnisse noch nicht aussagekräftig sind.

Die Forscher fanden heraus, dass Peptid-Injektionen die Insulinresistenz verminderten. Das Hormon Insulin ist für den Transport des Blutzuckers in die Zellen verantwortlich.

Menschen mit Typ-2-Diabetes sind häufig fettleibig. Indem man die Insulinresistenz vermindert, könnte es möglich sein, eine Verschlimmerung der Fettleibigkeit und weitere Schäden durch den Diabetes zu verhindern.

"Ob wir den Prozess umkehren können, weiß ich nicht. Aber ich bin sicher, dass wir das hauptsächliche physiologische Problem beeinflussen können, und das ist die Insulinempfindlichkeit", sagte Dosch.

"Wenn diese Menschen dann normales Insulin haben, könnte ein bisschen Bewegung, leichtes Gehen tatsächlich dabei helfen, abzunehmen und damit stoppt man den Teufelskreis."

 

 

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