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Sport oder Gewichtsreduktion oder beides - was denn nun?

 

NEW YORK (Reuters Health) - Kalorienreduktion und Gewichtsabnahme durch Sport können beide die Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes erheblich senken; dabei scheint jedoch der eine Ansatz nicht besser als der andere zu sein, zeigt eine Studie.

"Obwohl Diät und Sport die Häufigkeit für Typ-2-Diabetes deutlich verringern können, ist der jeweilige Anteil von Training und Kalorienbeschränkung an diesen schützenden Effekten nicht bekannt", schreiben die Forscher im American Journal of Clinical Nutrition.

Daten aus der aktuelle Studie lassen vermuten, dass Gewichtsverlust die Glukosetoleranz und die Aktivität von Insulin gleich gut verbessert "und wahrscheinlich das Risiko für Typ-2-Diabetes senkt, egal, ob er durch Diät oder durch Sport erreicht wurde", heben sie hervor.

Um die unterschiedlichen Effekte von Sport und Diät auf die Blutzuckerregulation zu bestimmen, führten Dr. Edward P. Weiss und Kollegen von der Washington University School of Medicine in St. Louis eine einjährige Studie durch. Teil nahmen 46 meist übergewichtige, aber nicht fettleibige Männer und Frauen mit sitzender Tätigkeit zwischen 50 und 60 Jahren. Die Studienteilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip auf zwei Abnehm-Gruppen - Sport oder Kalorienbeschränkung - und eine Kontrollgruppe mit gesundem Lebensstil aufgeteilt.

Dem Team zufolge führte der Gewichtsverlust nach einem Jahr Sport mit keiner Ernährungsumstellung und nach einem Jahr Diät zu deutlichen und ähnlichen Verbesserungen der Glukosetoleranz und der Insulin-Aktivität.

Die mit beiden Ansätzen verlorenen Pfunde normalisierten bei 52 Prozent der übergewichtigen Männer und Frauen in der Studie das Körpergewicht.

"Im Durchschnitt machten die Teilnehmer an unserer Studie fast täglich 60 Minuten Herz-Kreislauf-Training, wie etwa schnelles Gehen, und dies führte zu einem Gewichtsverlust von etwa 16 Pfund in einem Jahr", sagte Weiss zu Reuters Health. "Einige Teilnehmer trainierten deutlich mehr (bis zu 90 Minuten am Tag) und verloren viel mehr Gewicht (30 bis 40 Pfund)."

Weiss warnte jedoch vor einem Fehlschluss: "Die Nahrungsaufnahme darf nicht zunehmen, wenn eine Person anfängt zu trainieren, um abzunehmen. Viele Leute denken, mehr zu essen sei in Ordnung, wenn sie Sport treiben. Oder dass sie Mineraldrinks trinken bzw. Energieriegel essen müssen. Doch schon ein kleines Mehr an Nahrungszufuhr kann den Kalorienverbrauch durch eine beträchtliche Menge Training schnell wieder zunichte machen."

Die Ergebnisse dieser Studie sollten nicht so interpretiert werden, dass alle gesundheitsförderlichen Aspekte des Gewichtsverlusts bei Diät und Sport gleich ausgeprägt seien, betonte Weiss. "Wir haben zum Beispiel erst kürzlich eine Studie veröffentlicht, die zeigte, dass Sport mehr gesundheitliche Vorteile bringt als Diät, was Muskelkraft und kardiovaskuläre Fitness angeht. Und wir werden bald weitere Artikel veröffentlichen, die zeigen, dass andere Bereiche der Gesundheit von der ein oder anderen Maßnahme mehr profitieren."

Quelle: American Journal of Clinical Nutrition, Dezember 2006

 

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