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Ein Bericht vom Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (September 2008)

Neue Analyse aus der ONTARGET Studie


Bei dem kürzlich in München veranstalteten Europäischen Kardiologenkongress (ESC) wurde eine interessante Analyse der ONTARGET Studie präsentiert. Dabei wurde erstaunlicherweise festgestellt, dass ein niedriger Blutdruck bei Patienten mit KHK oder T2DM und zusätzlichen Risikofaktoren für die Prävention kardiovaskulärer Ereignisse nicht unbedingt förderlich ist. Es zeigte sich zwar, dass niedriger Blutdruck das Risiko für das Auftreten von Insulten reduziert.

 

Wie von Dr. Peter Sleight (Oxford, UK) berichtet, scheint allerdings eine systolische Blutdruckabsenkung unter 130 mmHg bei Diabetikern das kardiovaskuläre Risiko eher zu erhöhen. Natürlich haben die Daten aus dieser Beobachtungsstudie Limitationen. So darf z.B. nicht vergessen werden, dass die ONTARGET  Population keine typische Hypertonie-Studienkohorte war. Die 25260 untersuchten Patienten waren relativ alt, hatten ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko bei nicht sonderlich erhöhtem Blutdruck und standen bereits vor Studienbeginn unter antihypertensiver Behandlung. Diese Ergebnisse lassen schließen, dass  bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko ein sehr niedriger Blutdruck nicht immer von Vorteil ist. Die Patienten wurden in Abhängigkeit vom Blutdruck in 4 Quartilen eingeteilt. Die Auswertung der Daten zeigte, dass nur jene Patienten in der höchsten Quartile (systolischer Blutdruck >154 mmHg) ein signifikant höheres Risiko für einen der primären Endpunkte hatten. Die Endpunkte waren kardiovaskulär bedingter Tod, Insult, Myokardinfarkt oder Hospitalisierung aufgrund von Herzversagen (p<0,001). Wie erwartet, zeigte sich auch eine Reduktion des Auftretens von Insulten.  Patienten in der niedrigsten Quartile (systolischer Blutdruck <130 mmHg) hatten ein signifikant niedrigeres Risiko für Insulte verglichen zu jenen in der höchsten Quartile. Für das Diabetikerkollektiv wurde eine separate Analyse durchgeführt: obwohl diejenigen Patienten mit einem systolischen Blutdruck in der höchsten Quartile ein höheres Risiko für den primären Endpunkt hatten, war bei der Beurteilung des kardiovaskulären Todes alleine ein unerwartetes Ergebnis aufgetreten. Diejenigen Patienten mit dem niedrigsten Blutdruck (<130 mm Hg) hatten im Vergleich zu Patienten in den höheren Quartilen ein erhöhtes Risiko, einen kardiovaskulär bedingten Tod zu erleiden. 
Dieser Kongressbericht regt zum Nachdenken an….

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