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10-Jahres Follow-up der intensiven Stoffwechselkontrolle der UKPDS

Während der uns allen gut bekannten UKPDS hatten Patienten mit einer intensiven Glukosetherapie ein niedrigeres Risiko für mikrovaskuläre Komplikationen verglichen zu jenen in der konventionellen Therapiegruppe. Die Autoren dieser Arbeit führten nach Beendigung der UKPDS eine weitere Untersuchung durch, um festzustellen, ob die verbesserte Stoffwechselkontrolle auch nach Beendigung der intensiven Therapie bestehen blieb und ob diese Therapie einen positiven Langzeiteffekt auf das makrovaskuläre Outcome hatte. In der ursprünglichen Studie wurden von 5102 Patienten mit einem neu diagnostizierten Typ 2 Diabetes 4209 Patienten entweder zur konventionellen Therapiegruppe (diätetische Einschränkung) oder intensiven Therapiegruppe (Verwendung von Sulfonylharnstoffen oder Insulin oder bei übergewichtigen Patienten Metformin) randomisiert. Für die Analyse nach Studienende wurden 3277 Patienten aufgefordert, für einen Zeitraum von 5 Jahren jährlich die UKPDS Kliniken aufzusuchen. Dabei wurde kein Augenmerk darauf gelegt, ob die Patienten ihre ursprüngliche Therapie beibehielten. In weiterer Folge wurden in dem Zeitraum von 6 bis 10 Jahren nach Ende der UKPDS jährliche Erhebungen mittels Fragebögen durchgeführt. Und nun zu den Ergebnissen dieser Studie: Bereits nach dem ersten Jahr ging der Unterschied zwischen beiden Therapiegruppen (konventionelle versus intensive Therapie) im Hinblick auf die Stoffwechselkontrolle (HbA1c) völlig verloren. In der Therapiegruppe mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin blieb die relative Risikoreduktion für jeden Diabetes assoziierten Endpunkt (9%; p=0,04) und für mikrovaskuläre Erkrankungen (24%; p=0,001) auch nach 10 Jahren bestehen. Außerdem konnte eine Risikoreduktion für Myokardinfarkt (15%; p=0,01) und Tod jeglicher Ursache (13%; p=0,007) beobachtet werden. In der Patientengruppe mit Metforminbehandlung blieb ebenfalls nach 10 Jahren eine Risikoreduktionen für jeden Diabetes assoziierten Endpunkt (21%; p=0,01), Myokardinfarkt (33%; p=0,005) und Tod jeglicher Ursache (27%; p=0,002) bestehen. Interessant erscheint daher die Tatsache, dass trotz des frühzeitig nicht mehr vorhandenen Unterschiedes bei der Stoffwechselkontrolle (HbA1c) eine kontinuierliche Reduktion des Risikos für mikrovaskuläre Ereignisse, für neu auftretende Myokardinfarkte und für Todesfälle jeglicher Ursache noch 10 Jahre nach Studienende beobachtet werden konnte.
Autor : Holman RR, Paul SK, Bethel MA, Matthews DR, Neil HA
Titel : 10-Year Follow-up of Intensive Glucose Control in Type 2 Diabetes
Quelle : N Engl J Med. Published online 2008 Sep 10
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