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Mit der richtigen Babynahrung Typ-1-Diabetes vorbeugen

 
 
  Die Forscher haben bisher herausgefunden, dass Umweltfaktoren eine wesentliche Rolle bei der Entstehung spielen, und dass Eltern künftig mit einer hypoallergenen Babynahrung einem Typ-1-Diabetes vorbeugen könnten.

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper Abwehrstoffe (Antikörper) gegen die eigene Bauchspeicheldrüse oder das Insulin bildet. Die genauen Ursachen sind bis heute nicht sicher geklärt. Es wird jedoch vermutet, dass eine erbliche Vorbelastung sowie andere Einflussfaktoren der Umwelt die Entstehung der Krankheit begünstigen können. Die Erblichkeitsrate von einem Typ-1 beträgt, wenn nur ein Elternteil Typ-1-Diabetes hat, etwa fünf bis sieben Prozent. Haben beide Elternteile den Typ-1 steigt das Risiko bis auf rund 20 Prozent an.

Diese Zahlen lassen darauf schließen, dass eine Vererbung nicht der alleinige Grund für die jährlichen Neuerkrankungen sein kann und somit andere Einflüsse zwangsläufig auch eine große Rolle spielen müssen. Die zurzeit am meist diskutierten möglichen Umwelteinflüsse sind unter anderem ein früher Kontakt mit Nahrungseiweißen, eine zu kurze Stilldauer nach der Geburt oder die zu frühe Gabe von Kuhmilch an Kinder sowie die zu frühe Verwendung von glutenhaltiger Kost oder Giftstoffen, wie z. B. Nitrosamine (krebserregende Substanzen).

Studie läuft noch bis 2017

Auf der Suche nach Ursachen für einen Typ-1-Diabetes wurde im Jahr 2002 eine Studie ins Leben gerufen, die Neugeborene und deren Lebensbedingungen untersucht. Diese wird erst im Februar 2017 abgeschlossen sein. Insgesamt nehmen 15 Länder mit insgesamt 2.160 Neugeborenen daran (deutsche Beteiligung: Kinderkrankenhaus auf der Bult, Hannover) teil. Alle Säuglinge haben ein erhöhtes Risiko an einem Typ-1-Diabetes mellitus zu erkranken, da Vater oder Mutter und/oder ein Geschwisterkind daran erkrankt sind.

Die teilnehmenden Säuglinge werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Beide Gruppen werden gestillt, unterschiedlich ist jedoch das Vorgehen nach dem Abstillen. Die eine Gruppe wird anschließend zwei Monate mit einer konventionellen kuhmilchbasierten Säuglingsnahrung gefüttert, während die andere Gruppe einer hypoallergene Säuglingsnahrung bekommt, in der die Proteine hydrolysiert wurden, was bedeutet, dass die Eiweiße so behandelt wurden, dass sie keine Allergien mehr auslösen können.

Hypoallergene Kost kann Diabetes-Antikörper stoppen

Erste Ergebnisse liegen inzwischen vor. Bei 208 finnischen Kindern konnte nachgewiesen werden, dass bei rund 17 Prozent der hypoallergen gefütterten Säuglinge bisher wenigstens ein Autoantikörper vorhanden war. Im Gegensatz zu den rund 30 Prozent, bei der Gruppe, die mit einer konventionellen kuhmilchbasierten Säuglingsnahrung gefüttert wurden.
Auch wenn diese Ergebnisse rein zufällig entstanden sein könnten und damit eine Folgerung für eine Empfehlung für die Säuglingsernährung verfrüht wäre, nennen die beteiligten Forscher diesen Unterschied signifikant und verfolgen die Sache weiter.

Bis die Studie im Jahr 2017 abgeschlossen ist, müssen die Verbraucher weiter abwarten, ob und in welchem Ausmaß die hypoallergene Babyernährung die Wahrscheinlichkeit senkt, an Typ-1- Diabetes zu erkranken.

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Impressum © Stephan A. Schreiber 2011